Recherche-Journalismus & Photographie

 

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Jahrestag 1: Krieg auf dem Balkan Anfang der 1990er Jahre. Vor 20 Jahren, im August 1995, eroberte die kroatische Armee von der Küstenstadt Zadar aus die serbisch kontrollierte Krajina. Zu Beginn des Balkankrieges waren Kroaten auf der Flucht vor Serben, danach Serben auf der Flucht vor Kroaten. Das in 1995 verhandelte Kriegsende hält bis heute. Echte Freunde sind die damaligen Kriegsparteien bis heute nicht geworden. Im Bild ein Bunker der Kroaten an der damaligen Frontlinie bei Zadar. Soldaten haben auf die Tür gepinselt: "House of Dark". (Eine Fotostrecke zu diesem Krieg findet sich hier)                   Foto: Meinrad Heck / edition-zeitlupe

 

Jahrestags 2: Vor 70 Jahren im August 1945 warfen die Amerikaner im Abstand von drei Tagen zwei Atombomben über Hiroshima (Foto) und Nagasaki ab und töteten innerhalb von Sekundenbruchteilen mehr als 200 000 Menschen.             Foto: Hiroshima Peace Museum

 

Zwei Kriegsjahrestage im August 2015:

Als die Menschen verdampften ...

Es mussten zwei Bomben sein, in jenem August 1945. Eine Atombombe war offensichtlich nicht genug.  Die Amerikaner warfen zwei nukleare Sprengsätze. Einen auf Hiroshima und einen auf Nagasaki.

Mindestens 200 000 Menschen starben.  Entweder sie verdampften oder verbrannten sofort oder sie starben in den folgenden Wochen, Monaten und Jahren an den Folgen der Bombe. Damals glaubte die Welt, die Amerikaner hätten raschen den Krieg beenden und Japan zur Kapitulation zwingen wollen, heute melden Historiker deutliche Zweifel an dieser Behauptung an. Aber es hatten zwei Bomben sein müssen...

Und ein zweiter Jahrestag betrifft uns mitten in Europa. Da wo satte Menschen jahrzehntelang Urlaub machten tobte der erbittert geführte Balkankrieg. Vor 20 Jahren, Anfang August 1995, eroberten die Kroaten mit der Operation "Oluja" (Sturm) die auf kroatischem Staatsgebiet liegende, aber serbisch kontrollierte Krajina zurück. Weiterlesen>>>

                                                                                              

 

Auslandsberichterstattung unter der Lupe:

Krieg, Katastrophe

und ein Hauch Exotik

"Only bad news are good news"., wie wir sie in den Medien kennen. Dazu noch ein paar hübsche Klischees und fertig ist ein Bild, das mit  der Realität herzlich wenig zu tun hat, von vielen Medien aber genau so gewünscht wird. Unsere Autorin Maria J. Birkmeir hat Journalistik studiert und die gängige Auslandsberichterstattung in ihrer Abschlussarbeit unter die Lupe genommen. (>>>) Und sie hat sich am Beispiel Mexiko in Interviews und Reportagen mit solchen Klischees und vor allem dem wirklichen Leben dahinter beschäftigt. Weiterlesen>>>

 

 Fragmente klischeehafter Auslandsberichterstattung.                                   Montage: Maria J. Birkmeir

 

  

 

 Von Wikileaks veröffentlichtes NSA-Geheimdokument.

 

NSA belauschte französische Präsidenten

Bespitzelte     Freunde  "ohne Substanz"

Mal wieder hängt der Haussegen zwischen den USA und Europa schief. Die NSA, so enthüllten es streng geheime Papiere, die im Juni 2015 von wikileaks veröffentlicht wurden, bespitzelte französische Präsidenten. Zuletzt Francois Hollande, wie er 2012 in Sachen Griechenland-Schuldenkrise über Kanzlerin Merkel sagte, ein Treffen mit ihr sei "ohne Substanz" und "reine Show" gewesen. Hier geht´s zu den Originalen>>> und dazu, was US- und andere private Dienste sonst noch so treiben.

 

In Frankfurt eskalierten Kapitalismus kritische Proteste der Blockupy-Bewegung anläßlich der offiziellen Eröffnung der Europäischen Zentralbank in Gewaltexzessen mit über 150 verletzten Polizisten und einer unbekannten Zahl verletzter Demonstranten (März 2015). 

Foto: Peter Maurer / edition-zeitlupe

 

 

Studie des Paritätischen Gesamtverbandes:

Steigende Armut wird

zu einer Bedrohung

Seit Jahren geht es Deutschland wirtschaftlich immer besser, aber nicht alle profitieren davon. Reiche werden immer reicher und Arme nicht nur immer ärmer, sondern auch immer mehr. 12,5 Millionen Menschen, so sagt es eine neue Studie des Paritätischen Gesamtverbandes, gelten als arm. Vor allem immer mehr Rentner und Alleinerziehende und natürlich Erwerbslose. Menschen also, die aus eigener Kraft ihren wirtschaftlichen Status kaum ändern können. alleinerziehende aus Rücksicht auf ihre Kinder, Rentnerinnen und Rentner, weil sie ihr Erwerbsleben hinter sich haben und auf den Generationenvertrag angewiesen sind. Deshalb mag, so diskutieren es Wirtschaftsexperten oder Soziologen, der Fehler im System liegen, wenn eine der reichsten Gesellschaften des Planeten kaum etwas für ihre Ärmsten übrig hat. Der Paritätische Geamtverband - wie viele viele andere zuvor - schlägt Alarm. Armut habe ein "neues Rekordhoch" erreicht. Ausnahme nur in Baden-Württemberg und Bayern. "Bedenklich" dagegen die Situation im Ruhrgebiet, Bremen, Berlin oder Mecklenburg-Vorpommern. Die soziale Spaltung und Schieflage wird immer mehr zu einer Bedrohung.

 © Paritätischer Gesamtverband

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Muslime in Deutschland hier in der Omar Ibn Al Khattab-Moschee in Berlin.                                                       Fotos: Peter Maurer / edition-zeitlupe

 

 

Dumpfe und dumme Ressentiments gegen Muslime:

"Uns Deutschen ist alles zuzutrauen"

Eine Islam-Studie der Bertelsmann-Stiftung hat versucht, das Verhältnis von Deutschen zu Muslimen und von Muslimen zu Deutschen zu untersuchen. Zufälligerweise einen Tag nach dem Blutbad von Paris vom 7. und 8. Januar 2015, bei dem mutmaßliche islamistische Extremisten 12 Journalisten der französischen Satirezeitung Charlie Hebdo und vier Menschen in einem jüdischen Supermarkt töteten, kam die Studie zu dem Ergebnis, dass in Deutschland knapp vier Millionen Muslime  demokratischen Werten deutlich offener gegenüberstehen, als die Deutschen dies mit Menschen muslimischen Glaubens tun. Spiegel-Online kam darafhin zu dem Ergebnis "Muslime integrieren sich, Deutsche schotten sich ab". Der Bertelsmann-Studie zufolge will jeder vierte Deutsche Muslimen die Zuwanderung nach Deutschland verbieten. Im seiner Spiegel-Kolumne fragt Jakob Augstein deshalb überspitzt, was die Deutschen wohl mit den Muslimen vorhätten, die bereits hier leben?  "Uns", schreibt Augstein, "ist alles zuzutrauen".

 

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Vor 15 Jahren Weihnachten 1999: Der Orkan Lothar walzte mit mehr als 220 Stundenkilometer in Süddeutschland, wie hier im Schwarzwald, hunderttausende von Bäumen nieder. Die Katastrophe begann an der Küste vor Kanada.                       Archivfoto: Meinrad Heck / edition-zeitlupe.com

 

 

 

 

Die Katastrophe an Weihnachten 1999:

Der Orkan,

der aus dem

Nichts kam

Vor 15 Jahren mähte der verheerende Orkan Lothar große Teile des Schwarzwaldes nieder. Halb Europa war betroffen. 100 Menschen starben. Der Orkan entstand vor der Küste Kanadas. Kaum ein Metereologe hatte ihn vorhergesagt. Plötzlich sprachen selbst konservative Politiker vom drohenden Klimawandel. Auf Spurensuche nach einem Schmetterling und der Sichel... Weiterlesen >>> 

 

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 Die Folgen des Klimawandels lassen sich "kaum noch aufhalten", sagt die Weltbank in ihrem neuesten Report.    Foto: Meinrad Heck / edition-zeitlupe

 

 Neuer Weltbank-Report zum Klimawandel

Klimakatastrophe trifft "vor allem die Armen"

Wahrscheinlich wird sich Erde noch in diesem Jahrhundert um vier Grad Celsius aufheizen, sagt das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in einem aktuellen Gutachten für die Weltbank. "Potenziell verheerende Hitzewellen", sagen die Experten, können Ernterückgänge auslösen und dies hat in den betroffenen Regionen Nordafrika, Teilen von Asien und Südamerika schwerwiegende Folgen für Lebensbedingungen und die Gesundheit von zig Millionen Menschen. Das Dramatische an dem Report: Die Weltbank hat schon lange - wie viele Experten - vor den katastrophalen Folgen der Klimaerwärmung gewarnt. Genutzt hat es nichts. Jetzt hält sie die die Folgen der Erderwärmung auf die Lebensbedingungen für "unumkehrbar". PIK-Direktor Hans-Joachim Schellnhuber erklärt unzweideutig: "Die Folgen der globalen Erwärmung werden in den nächsten Jahrzehnten wahrscheinlich vor allem die treffen, die am wenigsten zum Anstieg der Treibhausgas-Emissionen beigetragen haben: die Armen der Welt." Und Jim Yong Kim, der Präsident der Weltbank mahnt deshalb: Der Klimawandel mache es "schwieriger, Armut zu verringern". Zum vollständigen Report >>>

 

Der neue Weltbank-Report zum Klimawandel: Die Verfasser vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung raten, "der neuen Normalität ins Auge zu sehen".

Graphik: Worldbank

 

 

"Deutsch bleiben" - Solche Sprüche sind bei Rechten beliebt. Nicht nur wie hier bei der NPD in Berlin, sondern auch bei AfD-Anhängern, wie eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung vom November 2014 belegt.                                                                                Foto: Peter Maurer / edition-zeitlupe

  Rechtsextreme Einstellungen sind zwar zurückgegangen, wo es sie gibt,

  reichen sie aber bis in die Mitte der Gesellschaft, sagt eine neue Studie

  der Friedrich-Ebert-Stiftung.

 

 

Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Rechtsextremismus

"Wertvolles" und 

"unwertes" Leben

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: Nach einer neuen Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung "Fragile Mitte - Feindselige Zustände" sind rechtsextreme Einstellungen in Deutschland im Vergleich zu den Vorjahren "deutlich zurückgegangen". Die schlechte: Nicht nur in der NPD gibt es rechtsextreme Orientierungen sondern an zweiter Stelle tauchen die Anhänger der Alternative für Deutschland (AfD) auf. Besonders auffällig, so die Studie, sei bei AfD-Anhängern der so genannte "marktförmige Extremismus", der Wettbewerb und Fortschritt höher bewerte als Solidarität und Gleichwertigkeit. AfD-Symphatisanten mit  - laut Friedrich-Ebert-Stiftung -  "extremem Effizienzdenken" vertreten besonders stark die Meinung, dass sich, wie in der Natur, auch in der Gesellschaft der Stärkere durchsetzen sollte, dass es "wertvolles und unwertes Leben gäbe und das die Deutschen anderen Völkern von Natur aus überlegen seien".  Zur >>>Zusammenfassung der Studie und zur >>>Vollversion.

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 Armut bleibt das große Thema in Südafrika: Eine Frau im Township Langa bei Kapstadt brät mit einem glühenden Eisen Schafsköpfe, so genannte "Smileys", die als Leckerbissen gelten. Über sieben Millionen Menschen leben in Südafrika immer noch in Bretter- und Wellblechbuden der illegalen Squattercamps.                                                                                                                                   Foto: Meinrad Heck / edition-zeitlupe 

Jahrestage zum Tod und zum Leben Nelson Mandelas

25 Jahre

Hoffnung am Kap

Wenn sich jetzt der Todestag Nelson Mandelas vom 5. Dezember 2013 zum ersten Mal jährt, fragen viele, was wohl aus seinem humanitären Vermächtnis geworden ist. Und wenn demnächst der 25. Jahrestag seiner Freilassung (am 11. Februar 1990 nach 27 Jahren Haft) gefeiert wird, bleibt die Frage dieselbe. Die Rassentrennung ist aus den Gesetzestexten und dem Alltag natürlich verschwunden. Sie geht jetzt durch den Geldbeutel. Manche aus der weißen Bevölkerung verloren ihre Privilegien, es gibt eine wachsende schwarze Mittelschicht und es gibt immer noch knapp sieben Millionen Schwarze, die unter erbärmlichen Bedingungen in den NoGoAreas, den Blechhütten und Bretterbuden der so genannten Squattercamps leben. In Mandelas Schatten haben viele Politiker versucht, sich zu sonnen. Südafrikas Präsident Jacob Zuma und der regierende Afrikanische Nationalkongress (ANC) haben zwar kaum ein Problem gelöst, profitieren aber immer noch vom längst vergangenen Mythos des ANC-Befreiungskampfes. Und ein junger Populist, der aus dem ANC geworfene Julius Malema, mag die Weißen am liebsten enteignen und aus dem Land werfen. Obwohl er unter Korruptionsverdacht steht, sind seine "Economic Freedom Fighters" mit über sechs Prozent Stimmenanteil ins Parlament eingezogen.

Siehe auch unsere externen Fotostrecken

"African Spirit" und "Daily Life" 

       Im Schatten Mandelas sonnen sich viele: Der Korruptions verdächtige Julius Malema.

                     Foto: Peter Maurer / edition-zeitlupe

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Michail Gorbatschows Perestroika führte nicht nur zur deutschen Wiedervereinigung 1990, sondern auch zu fundamentalen Umwälzungen auf dem ganzen Globus. Wie hier im im eisigen Winter Rumäniens Weihnachten 1989 wenige Tage nach der Hinrichtung von Diktator Ceausescu. Weltweit wurde der aus den Landesfahnen herausgeschnittene Stern zum Symbol für das Ende des Kommunismus.                                   

Archivfoto: Meinrad Heck / edition-zeitlupe 

 

 

Michail Gorbatschow im November 1990 kurz nach der deutschen Wiedervereinigung auf

Staatsbesuch in Deutschland. (externe Fotostrecke auf editionYphotography)

                                                                            Archivfoto: Meinrad Heck / edition-zeitlupe

 

25 Jahre Mauerfall und die Folgen (Herbst 2014)

Der Mann,

der die Welt veränderte

Für die einen war es ein Segen, für die anderen ein Fluch. Michail Gorbatschows Perestroika führte Ende der 1980er Jahre zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. Am 9. November 1989 fiel de facto die Berliner Mauer, knapp ein Jahr später war die ehemalige DDR von der Landkarte verschwunden. Die Deutschen und die Welt feierten das Ende des Kalten Krieges und dennoch war es nicht das Ende aller Kriege. In Ungarn, Rumänien, Polen oder der damaligen Tschechoslowakai verschwanden diktatorische Regime. Selbst im rassistischen Südafrika brach wenige Monate nach dem Fall der Berliner Mauer mit der Freilassung Nelson Mandelas ein unmenschliches Unrechtsregime in sich zusammen. Die ehemalige Sowjetunion zerfiel. Nationalismen brachen auf, neue Konflikte wurden geschürt. In Josip Titos früherem Jugoslawien fiel quasi über Nacht alles auseinander. 1991 war plötzlich mitten in Europa wieder Krieg. Zwischen Kroaten und Serben, Zwischen Serben und bosnischen Muslimen, im Kosovo. Wieder starben Zigtausende von Menschen. Die Geschichte hatte scheinbar geendet und doch wieder begonnen ... >>>

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   Mit martialisch inszenierten Fotos wirbt die Rüstungsindustrie für sich - im Bild das Gladius-System von Rheinmetall.                 

Pressephoto: Rheinmetall


 

Recherche-Seminar mit Journalistik-StudentInnen (September 2014):

Netzwerke der Rüstungsindustrie

Die Themen waren spannend und die Ergebnisse nicht minder. Das jährliche Recherche-Seminar von edition-zeitlupe mit Journalistik-StudentInnen der Katholischen Universität Eichstätt brachte manchen ins Schwitzen, und ungläubig zum Staunen. Die jungen KollegInnen recherchierten die Netzwerke der Rüstungsindustrie sowie ebenso erstaunliche und fragwürdige Netzwerke unseres eigenen Berufsstandes. 

Manche StudentInnen waren bei diesem Recherche-Seminar und den schwierigen Themen erfolgreicher, als gestandene Journalisten, die seit Jahren in Lohn und Brot stehen. Die Studenten ertappten bei ihren Nachforschungen gleich einige Parlamentarier, deren enge Verbindungen zu rüstungsnahen "Bildungsvereinen" entgegen aller Vorschriften nicht veröffentlicht worden waren. Nach den Recherchen musste das kleinlaut nachgeholt werden. Und ob Kanzlerin Angela Merkel bei Rüstungsexporten  tatsächlich immer auch die jeweilige Menschenrechtslage im Blick hat, darf nach den Recherchen der Studenten bezweifelt werden. Offiziel setzte sich die Regierungschefin etwa 2008 in Algerien für solche Menschenrechte ein. Tatsächlich ging es damals um ein milliardenschweres Rüstungsgeschäft und bis dato unbekannten Geheimdokumenten zufolge, hatte Merkel an Menschenrechten "wenig Interesse".

Aber auch die Journaille hat ihre Netzwerke und Nachholbedarf bei sich selbst. Einen Luxus-Segeltörn für Journalisten gibt´s zum Beispiel schon mal kostenlos, wenn eine "coole Story" dabei herausspringt...

Zur Themenseite und den Stories der Werkstatt Recherche 2014 >>>

 

 

   Partei-Spenden von Rüstungsunternehmen (Ausriss)

                                                             Quelle: abgeordnetenwatch.de

 

 

 

 

 

Links zu Recherche-Profis

Recherche-Journalismus im öffentlichen

Interesse rund um den Globus

Immer mehr Journalistinnen und Journalisten rund um den Globus konkurrieren nicht mehr, oder arbeiten gegeneinander, sondern vernetzen sich, um gemeinsam und deshalb noch effektiver zu arbeiten. US-Kollegen waren führend in diesem Bestreben. Der millionenschwere und spendenfinanzierte investigative Newsroom "ProPublica" war und ist Vorbild. Unsere Linksammlung führt zu Profi-Rechercheuren, die weltweit in solchen Non-Profit Organisationen tätig sind und ihren Job nicht als Unterhaltungs-, sondern als Aufklärungsauftrag verstehen. Und manche - etwa im östlichen Europa oder in Afrika - arbeiten unter extremen, zum Teil Existenz bedrohenden Bedingungen.

  

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Sechs Monate lebt und arbeitet der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst aus dem hohenlohischen Künzelsau auf der Internationalen Raumstation ISS und umkreist von Mai bis November 2014 alle 90 Minuten einmal die Erde in 400 km Höhe mit einer Geschwindigkeit von 28.000 km/h. Im Oktober 2014 stieg er zu seinem ersten Weltraumspaziergang aus der ISS. Per Twitter oder Facebook, auf seinem Blog oder seiner Foto-Website lässt er hunderttausende von Menschen "durch meine Augen" auf "unsere einzige Heimat blicken, die wir haben - die Erde". Wer mag, kann sich die Live-Webcam der ISS anschauen und Gedanken über die etwas andere Perspektive, ohne Grenzen und Nationen, machen.                                                                                                                                                                                                                   Foto: Alexander Gerst / ESA 

 

 

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst im Weltraum

"Hier oben

sieht man

keine Grenzen"

Seit Mai 2014 umkreiste der deutsche Astronaut Alexander Gerst auf der Internationalen Raumstation in 400 km Höhe die Erde. 165 Tage blieb er und landete am 10. November 2014 wieder sicher mit seiner Soyus in der kasachischen Steppe. Der 38-jährige inspirierte zigtausende von Menschen, die ihm über Twitter, Facebook, seinem Blog oder auf seinen Fotoseiten folgen. Gersts Gedanken gehören vielleicht zu den bemerkenswertesten Erkenntnissen, die wir in den letzten Jahrzehnten gelesen haben:

"Als Astronauten haben wir aus 400 Kilometern Höhe eine einzigartige Sicht auf unseren Planeten. Dinge, die wir auf der Erde jeden Tag in den Nachrichten sehen und so fast als gegeben ansehen, wirken aus unserer Perspektive ganz anders. Aus dem Weltraum kann man keine Grenzen erkennen. Wir sehen bloß einen einzigartigen Planeten mit einer dünnen, zerbrechlichen Atmosphäre, der in der weiten Dunkelheit des Alls schwebt. Von hier oben wird einem klar, dass die Menscheit auf der Erde eins ist und wir dasselbe Schicksal teilen".

Eines Tages schoss Gerst sein "traurigstes Foto, das ich je gemacht habe". Ohne es im ersten Moment zu wissen, hatte er aus 400 Kilometern Höhe die Raketenangriffe aus und auf Gaza gesehen. In seinem Blog schrieb er darüber: "An dem Tag, als ich dieses Foto gemacht habe, schwebte ich in der Cupola, unserer Beobachtungsplattform auf der ISS. Ich bemerkte plötzlich etwas, das ich vorher noch nie gesehen hatte: Lichtstreifen, die sich hin und zurück über die dunkle Erde bewegten, die außerdem manchmal von orangenen Feuerbällen erleuchtet wurde. Ich nahm meine Kamera und machte einige Fotos, bevor ich schließlich verstand, was ich eigentlich gesehen hatte und worüber wir gerade geflogen waren. Obwohl das Foto selbst keine Explosionen zeigte, konnte ich sie doch mehrmals beobachten. Als ich die Fotos machte, stellte ich mir die Frage: Sollte uns jemals ein fremde Spezies von irgendwoher aus dem Universum besuchen - wie würden wir ihnen erklären, wenn es das wäre, was sie als erstes von unserem Planeten sehen würden? Wie würden wir ihnen erklären, wie wir Menschen miteinander und mit unserem Planeten umgehen, der einzigen Heimat, die wir haben? Ich habe keine Antwort darauf." >>>

Zur Live-Webcam der ISS >>>

Atemberaubende Bilder von der Erde.

 

Pressekonferenz aus dem Weltall: Alexander Gerst beantwortet Journalistenfragen.

 

 

 

 

Bundesweite Proteste gegen den Gaza-Krieg eskalierten auch in antisemitischen Parolen. Gegendemonstrationen von Unterstützern Israels standen teils selbst unter Polizeischutz oder die Beamten versuchten ein Aufeinandertreffen beider Lager - wie hier in Berlin - zu verhindern. Zur Video-Linksammlung über den Gaza-Krieg 2014 >>> 

Foto: Peter Maurer / edition-zeitlupe

 

 

 

Gaza 2014:

Der Krieg, Der Tod

und seine Bilder

Chris Gunnes bricht vor der Kamera zusammen. Der UN-Sprecher der Organisation UNRWA im Gaza-Streifen soll im Fernsehen schildern, wie  Kinder im bombardierten Gaza leben, und er bricht in Tränen aus. Das Interview muss abgebrochen werden. Eine israelische Mutter  erzählt im TV von der Angst um ihre Kinder, wenn Hamas-Terroristen aus unterirdischen Tunnel kommen und plötzlich auf dem Feld ihres Kibbuz auftauchen. Die 16jährige Farah Baker twittert aus Gaza über israelische "MAssaker" und bittet die Welt: "Ich habe drei Kriege erlebt, jetzt ist es genug". Und in den High Tech Zentren der "Israel Defence Forces" mühen sich PR-Strategen um die Botschaft, wie eine hochgerüstete Armee vermeintlich chirurgisch saubere Schläge ausführt. Reporter des arabischen Senders Al Jazeera drehen auf der anderen Seite in Gaza unter Lebensgefahr Bilder, die kaum ein westlicher Sender zeigen will, und die anzusehen starker Nerven bedarf.   Es ist wie (fast) immer Krieg in Nahost und die Welt schaut zu... Eine Sammlung ausgewählter Video-Links über ein ungleiches Blutvergießen. >>>                                                                                                     

 

Eine Fotografin macht in den Townships Südafrikas Karriere

Das Unsichtbare

im Fokus

Sie nennen sich Iliso Labantu - Das Auge des Volkes - und sie dokumentieren die Lebensumstände in den sogenannten No Go Areas, den Townships Südafrikas. Vor drei Jahren hat edition-zeitlupe sie in Khayelithsa besucht und ihre Geschichte erzählt. Lindeka Qampi war eine der Fotografinnen. Sie hat mit ihrer mittlerweile international beachteten Dokumentar-Photographie  Karriere gemacht, wurde eingeladen zu Ausstellungen in Deutschland, Österreich, Italien oder den USA. Ihre Fotos werden mittlerweile auch in der Gallery ZA im Zentrum Kapstadts gezeigt. Dieses Video der "Big Fish - School of Digital Filmmaking" erzählt ihre Geschichte. Ein zweites Video "Behind the Lens" erzählt die Story der Fotografen Peter Magubane oder Rashid Lombard und ihrer KollegInnen über ihren Kampf gegen die Apartheid. >>>

 

 

 

 

 

Dokumentation 27. März 2013 / aktualisiert Juli 2014

S21-Wasserwerfereinsatz hat

für Polizisten Konsequenzen

 

Der Schwarze Donnerstag hat die Republik verändert. Mit Wasserwerfern ging die Polizei an jenem Donnerstag, 30. September 2010, im Stuttgarter Schlosspark gegen S21-Gegner vor. Ein Renter wurde von 16 bar Wasserdruck im Gesicht getroffen und verlor sein Augenlicht. In den Jahren danach waren viele Demonstranten von der Justiz wegen Nötigung verfolgt und abgeurteilt worden, nicht aber Polizeibeamte.

Jetzt erhob die Staatsanwaltschaft Stuttgart doch noch Anklage gegen zwei untergeordnete Beamte und erließ Strafbefehle gegen weitere vier Polizisten. Ihnen wird Fahrlässigkeit vorgeworfen. Die beiden Angeklagten sollen "als polizeiliche Einsatzabschnittsleiter ihre Sorgfaltspflicht verletzt haben, indem sie nicht eingriffen, als die Wasserwerferbesatzungen immer wieder Wasserstrahle abgaben, die mindestens neun Demonsztranten im Kopfbereich trafen und erheblich verletzten". (zum Original der Pressemitteilung vom 27. März 2013). Gegen den Polizeipräsidenten und gesamten Einsatzleiter wurde das Verfahren im Dezember 2012 zunächst eingestellt (zur Einstellungsverfügung) und im Juli 2014 doch noch eröffnet.

Unsere Recherchen hatten schon im Juni 2011 ergeben, wie sich leitende Polizeibeamte laut geheimer Funkprotokolle über den bevorstehenden und später tatsächlich eingetretenen "rustikalen" und "sehr harten" Einsatz verständigten. Und genau darauf berufen sich heute die angeklagten Polizisten vor Gericht >>>.

 

 

 

 

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Aus unserem Photo-Essay "Gods Land": An der Klagemauer in Jerusalem.                                              Archivfoto: Meinrad Heck / edition-zeitlupe

 

 

 

 

Einzigartige Dokumentation: 70 Filmteams (siehe Trailer) haben mit einem noch nie dagewesenen Aufwand im Auftrag von arte und BR den Alltag in Jerusalem festgehalten.                         http://www.24hjerusalem.tv/de/second-screen/0

 

 

Dokumentation von arte.tv und BR mit 70 Filmteams:

24 Stunden

Jerusalem

Selten haben Dokumentarfilmer einen solchen Aufwand betrieben und noch seltener mit einem solchen Erfolg. 70 Filmteams portraitierten das Alltagsleben von 90 Einwohnern einer geteilten Stadt, in der wie in kaum einer anderen auf diesem Globus jeder Quadratmeter Boden umkämpft war und ist. In den Teams arbeiteten 500 Profis. Was die Macher im Auftrag von arte.tv und Bayerischem Rundfunk im April 2013 vor eine logistische Herausforderung stellte, die meisterlich gelöst worden war. Sie drehten in Flüchtlingscamps, an der Klagemauer, in den noblen Bars, sie begleiteten Müllfahrer, orthodoxe Juden und  verzweifelte Palästinenser. Das opulente Werk ist zu sehen auf: www.24hjerusalem.tv

Auf unserer englischsprachigen Photowebsite editionYphotography findet sich ein eigenes Photo Essay "Gods Land" zum Thema Naher Osten.

 

 

OECD-Studie über Deutschland

 

Armutsrisiko seit
Jahren "unverändert"

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Den aktuellen "OECD-Wirtschaftsberichten 2014" zufolge ist Deutschland zwar in Europa am besten durch die Finanzkrise gekommen, doch dieser vermeintliche Erfolg ist nicht bei allen angekommen. Einige soziale Gruppen "sind nach wie vor besonders gefährdet", sagt die OECD, darunter "Personen in nichtregulären Beschäftigungsverhältnissen, Arbeitslose und Geringqualifizierte". Dieser "stark angewachsene Niedriglohnsektor" sei "problematisch". Gleiches gilt für den hohen Anteil von Menschen in befristeten Beschäftigungsverhältnissen, wo Deutschland lange nicht das deutlich bessere europäische Niveau erreicht hat. (siehe Graphik) Deutschland wird ausdrücklich zu Reformen für ein nachhaltiges Wachstum "mit mehr sozialer Teilhabe" ermuntert. Laut Statistik sei zwar die Arbeitslosigkeit stark gesunken, dies habe sich jedoch "nicht positiv auf das Armutsrisiko im Land ausgewirkt. Auch im Bereich Energiewirtschaft und vor allem für den Finanzsektor verteilt die OECD schlechte Noten. Die steuerliche Förderung umweltschädlichen Verhaltens wie steuerliche Vorteile für schwere Firmenwagen sollte "zurückgefahren" werden. Von Landesbanken gingen nach wie vor "Risiken" für den Steuerzahler aus. Zur Zusammenfassung der Studie >>>

 

 


 

 

 

Prekäre Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland (Archivbild aus Berlin) sind in Deutschland die Regel, nicht die Ausnahme.            Foto: Peter Maurer / edition-zeitlupe

 

 

 

 

 

 

Lobbyismus: Anschaulich erklärt in diesem Video von explainity.com

 

 

Nebenverdiener

Der Bundestag und die "sechste Fraktion"

Es bleibt ein Thema ohne Ende, so laut, so deutlich und so berechtigt die öffentliche Kritik auch sein mag. Anti-Lobbyismusverbände laufen Sturm, und sie rennen gegen Wände. Auch im neuen Bundestag sitzen wieder Spitzenverdiener - im Nebenverdienst. Anwälte oder Industrielobbyisten, deren Nebentätigkeit weitgehend im Dunkeln bleibt, wie eine neue Studie der gewerkschaftsnahen Otto-Brenner-Stiftung erläutert. So wird, sagt die Stiftung, Verbänden und Unternehmen Gelegenheit gegeben, "Abgeordnete durch Beschäftigungsverhältnisse an sich zu binden" und Parlamentarier genießen mit Verweis auf die soganannte freie Mandatsausübung das Privileg, Zusatzeinkünfte in theoretisch unbegrenzter Höhe zu verdienen. Vor allem betroffen die Regierungsfraktionen CDU/CSU, aber auch die SPD. Lobbycontrol hat Beispiele zusammengetragen. Und die Kritik verhallt so gut wie ungehört. Nichts wird sich ändern. Auch nicht auf EU-Ebene, wo in dieser englischsprachigen Studie zum xten Mal die Macht der Finanzlobby beschrieben wird. Beispiele finden sich auch im Lobby-Dossier von edition-zeitlupe.com, in dem Journalistik-StudentInnen zum Thema recherchierten. Zuletzt hat auch transparency international in einer Studie wiederholt festgestellt, dass EU-Institutionen Anti-Korruptionsregeln "nicht konsequent umsetzen".

 

 

Photographie

Ganz oben

"Above" ist ein kleiner Photoessay auf unserer englischsprachigen Photoseite edition Y  betitelt. Ob hoch in der Luft oder nur auf Augenhöhe, manche Bilder machen neue Details sichtbar oder sie zeigen das sprichwörtliche "big picture".

 

 

 

 

Thema Lobbyismus und Abgeordnetenbestechung: Nirgendwo tummeln sich mehr Lobbyisten als auf EU-Ebene (im Bild das Parlament in Strasbourg). Und in Deutschland warten Kritiker seit Jahren auf schärfere Gesetze.                                        Foto: Meinrad Heck / edition-zeitlupe

 

 

 

 

 Gegen Korruption?

Der schöne Schein

Die EU-Kommission bescheinigt Deutschland in Sachen Korruptionsbekämpfung einen "guten Ruf". Im neuesten Antikorruptionsbericht stehen Bulgarien als schlechtes Beispiel an erster Stelle und Italien hat noch an der Ära Berlusconi zu knabbern. Die Bundesrepublik gilt dagegen als Musterschüler. Scheinbar jedenfalls. Tatsächlich dürfen bis dato Ärzte von Pharmafirmen bestochen werden. 2011 waren in einem Fall Mediziner mit Schecks über 18000 Euro von einem Pharmaunternehmen geschmiert worden. Sie erhielten 5% vom Medikamentenumsatz getarnt als "Honorar für (nie stattgefundene) wissenschaftliche Vorträge". Der Bundesgerichtshof hiet diese Praxis nach (bis heute) geltender Rechtslage für "nicht strafbar", weil Ärzte "keine Amtsträger" seien.. Ganz unverbindlich erklärt die schwarz-rote Koalition in Berlin dazu lediglich: Das "wollen wir ändern" (S.101 der Koalitionsvereinbarung). Wann und wie bleibt offen. Etwas Bewegung kommt dagegen in die Debatte um ein schärferes Gesetz gegen Abgeordnetenbestechung. Bislang war Deutschland international heftig kritisiert worden, weil nur der Stimmenkauf unter Strafe stand. Jetzt hat die große Koalition in einem neuen Gesetz den Tatbestand auf "eine Handlung" (etwa eine Gesetzesvorlage) verbunden mit einem "ungerechtfertigten Vorteil" für Abgeordnete ausgeweitet, allerdings nur, wenn sie nachweislich "auf Weisung oder im Auftrag" handeln. Das Gesetz wurde fraktionsübergreifend bei drei Gegenstimmen angenommen. Ein Fortschritt, sagt etwa Lobbycontrol, aber nicht genug. Denn den besagten Auftrag müsse man gerichtsfest nachweisen und Bestechungsversuche oder Direktspenden an Abgeordnete werden weiterhin nicht geahndet.

Ähnlich verhält es sich bei Thema Lobbyismus. In den USA gibt es ein verpflichtendes Lobbyregister. Wer dort falsche Angaben macht, wird bestraft. Auf EU-Ebene sind solche Angaben freiwillig. Falsche Infos bleiben straffrei. Auf Bundesebene gibt es erst gar kein Lobbyregister, nur ein Verzeichnis  in Berlin akkreditierter Verbände oder Vereine. Viel schöner Schein um nichts. Jedenfalls bis auf weiteres.

 

Agentur VII: Ed Kashi´s Video-Dokumentation

Syriens

hoffnungslose Generation

"Manchmal wünsche ich mir", sagt das syrische Mädchen im Flüchtlingslager in der jordanischen Wüste, "manchmal wünsche ich mir, wir wären gestorben, bevor wir das hier erleben müssen". Ed Kashi, einer der renommiertesten Photoreporter auf dem Globus und Mitglied der US-Agentur VII, hat diesen Satz mit seiner Video-Kamera aufgezeichnet. Kashi´s Reportage über "Syrians lost Generation" (rechts) hält in unspektakulären Szenen die Ängste, Hoffnungen und die Tränen seelisch geschundener Menschen fest. Über zwei Millionen sind auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg in Syrien. Die Hälfte von ihnen ist jünger als 18 Jahre.

  

 

 

 

 

 

Die 85 reichsten Menschen der Welt besitzen soviel wie die ärmsten 3,5 Milliarden. Afrika steht ganz unten in dieser Rangfolge. 

                                                                                                                                                          Foto: Peter Maurer / edition-zeitlupe

   

    Mit einer Finanzmarktsteuer von 0,05 Prozent ließen sich weltweit 300 Milliarden

    Euro zur Armutsbekämpfung generieren, hat die Hilfsorganisation Oxfam

    ausgerechnet (siehe Video). Unten die tickende Wohlstands-Uhr für Deutschland

    basierend auf Daten des Statistischen Bundesamtes und der Bundesbank:

 

 

Armut und

kein Ende

 

Die Zahl ist unfassbar und keiner widerspricht ihr. Die Hilfsorganisation Oxfam hat anlässlich des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos ein reales Katastrophenszenario auf den Punkt gebracht: Die 85 reichsten Menschen der Erde besitzen soviel wie die ärmstem 3.500.000.000 (3,5 Milliarden). Das macht vor allem jene Reichen nervös. Eine Studie des Weltwirtschaftsforum namens "Global Risks Report 2014" nennt die Lücke zwischen unfassbarem Reichtum und ebenso unfassbarer Armut, vor allem in Afrika, "das größte Risiko" unserer Zeit. Weil soziale Unruhen drohen, wenn sich jene Ärmsten eines Tages zu wehren beginnen sollten.

Erfolglos haben Kritiker weltweit seit Jahren auf diese immer weiter auseinander gehende Schere hingewiesen. Und auch Lösungsvorschläge auf den Tisch gelegt. Etwa eine verschwindend geringe 0,05-prozentige Finanztransaktionssteuer. (siehe Video) zur Armutsbekämpfung. Nichts war geschehen. Und so bleibt kritischen NGO´s wie Oxfam zunächst nichts weiter übrig, als wieder und wieder auf die - aus ihrer Sicht - Ursache allen Übels hinzuweisen: Immer noch keine Finanzmarktregulierung vor allem in den USA. Dort verzeichne ein Prozent der Bevölkerung deshalb einen "enormen Vermögenszuwachs". Ähnliches hatte eine Allianz-Studie schon festgestellt. (Reiche Welt >>>)

Sparmaßnahmen in Europa nach der milliardenschweren Bankenrettung aus Steuermitteln, so Oxfam weiter,  würden immer noch "auf dem Rücken der Schwachen" und "unter großem Druck der Finanzmärkte" durchgesetzt. Deren reiche Investoren mit ihren moralisch fragwürdigen Methoden (Hunger nach Prifit >>>) profitierten genau von diesen staatlichen Rettungsmaßnahmen. In Afrika etwa, so Oxfam, "missbrauchen internationale Unternehmen ihren Einfluss", um genau jene Steuern zu sparen, mit denen dortige Regierungen gegen Armut vorgehen könnten.

 

 

 

Hinter einem halb geöffnetes Busfenster: Kosovo-Flüchtlinge bei ihrer Ankunft in Deutschland 1998. Das ist lange her, aber die

weltweiten Flüchtlingskatastrophen sind nicht nur geblieben, sondern laut UNHCR noch schlimmer geworden.   

Archivfoto: Meinrad Heck / edition-zeitlupe

  

Armut- und Flüchtlingsbericht zum Jahreswechsel 2013 - 2014

Nicht jeder feiert

ein "Frohes Neues Jahr"

Weltweit sind 45 Millionen Menschen auf der Flucht. Vor Kriegen, vor Hunger und anderen Katastrophen. Ihnen steht kein Frohes Neues Jahr bevor. Nicht in Syrien und seinen Nachbarländern, nicht im Südsudan oder anderen Teilen Afrikas, nicht in Lampedusa am Hochsicherheitszaun der Europäischen Union oder in den Gebieten auf dem Globus, in denen der Klimawechsel nicht nur droht, sondern bereits angekommen ist. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen erklärte in einem im Dezember 2013 vorgelegten Bericht, die Situation sei nicht etwa besser geworden, sondern schlimmer.

Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel 2013-2014 gelten alle(n) Gute Wünsche, die sogar von Herzen kommen. Da wird gern vergessen, was weit weit weg von diesen guten Wünschen geschieht. Dabei spielen sich Dramen nicht nur jenseits der Grenzen, sondern bisweilen vor der eigenen Haustür ab. Der Paritätische Wohlfahrtsverband warnt jetzt in einer Studie "Zwischen Wohlstand und Verarmung" vor einer "Zerreißprobe", weil in Deutschland 2012 mit 15,2% Armutsquote "ein neuerliches trauriges Rekordhoch" erreicht sei. (>>>zur Studie) Nah oder Fern - nicht jeder feiert ein "Frohes Neues Jahr".

 

 

 45 Millionen Menschen waren 2013 laut UNHCR weltweit auf der Flucht.

 

 

 

 

Dezember 2013

Goldene

Zeiten für

Geheimdienste

US-Geheimdienste schwärmen einem geheimen Strategiepapier aus dem Fundus von Edward Snowdon zufolge vom "Goldenen Zeitalter der Überwachung". Die Dienste sprechen dabei von noch unbekannten "Kunden" oder auch "Anteilseignern", aber auch von "Werten", nach denen sie agieren. Zu diesen Werten gehört, dass "wir niemals aufgeben". Die Welt darf also weiter der ungeteilten Aufmerksamkeit dieser Dienste sicher sein. Das hat jetzt die New York Times enthüllt. Das Miteinander dieser öffentlichen, aber auch der privaten Sicherheitsdienste geht ungebremst weiter. Und auch in Deutschland braucht man nach solchen Konstellationen nicht lange zu suchen. Die Privatindustrie lieferte Überwachungstechnologie - auch an zweifelhafte Empfänger im Ausland zur Überwachung der politischen Opposition. 

  

 

 

 

 

 

 

Durch Edward Snowdon ist bekannt, wie in den USA die private Überwachungsindustrie mit den Geheimndiensten verknüpft ist. Die deutsche Industrie steht dem in nichts nach. Auch sie lieferte Überwachungstechnologie, ausdrücklich auch mit Blick auf "politische Gegner", wie aus einem Firmenprospekt der deutschen elaman GmbH hervorgeht. Das Unternehmen äußert sich auf Anfrage nicht dazu.

 

 

 

 

 

Rechtspopulistische Parteien könnten bei der Europawahl 2014 ein Viertel aller Sitze im Europaparlament (im Bild Strasbourg) bekommen, warnt eine Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung.  

                                                                                            Foto: Meinrad Heck / edition-zeitlupe

 

November / Dezember 2013

Europa droht
Rechts(d)ruck

Eine neue Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung warnt vor zunehmendem Einfluß rechspopulistischer Parteien in Europa. Vor allem die französische "Front National" mit Marine Le Pen und die niederländische  "Partei für die Freiheit" von Geert Wilders dürften bei der kommenden Europawahl deutliche Zuwächse erzielen, warnt die Stiftung. "Charismatische Führungspersönlichkeiten" und die Tatsache, dass "wichtige Medien offen sind für extrem verkürzte und radikal zugespitzte Darstellungen von Einwanderungs- und Europathemen", seien "entscheidend für den Erfolg rechts- und nationalpopulistischer Parteien". Zum Download der Studie >>>

 

 

 

 

November 2013 

Arme Menschen

in Deutschland sterben früher

Es gibt zwar immer mehr Jobs in Deutschland, aber auch immer mehr Armut. Und die hat dramatische Folgen. Nicht nur für die Lebensbedingungen der betroffenen Menschen, sondern auch für deren Lebenserwartung. Der "Datenreport 2013" des Wissenschaftszentrums für Sozialforschung Berlin" (WZB) hat jetzt in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Bundesamt und dem sozioökonomischen Panel am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung festgestellt: Arme Menschen in Deutschland sterben früher. Der Studie zufolge liegt "die mittlere Lebenserwartung von Männern der niedrigsten Einkommensgruppe  fast elf Jahre unter der von Männern der hohen Einkommensgruppe". Bei Frauen betrage der Unterschied acht Jahre. Zur Kurzfassung und zum Download der vollständigen Studie.                                                                                                     

Wenn Investoren - wie hier in Berlin - Wohnraum verwerten und Rendite machen wollen, hat Armut keine Lobby. Der Gerichtsvollzieher übergibt den Räumungsbefehl, das Schicksal des Betroffenen kümmt kaum noch. Jetzt hat der "Datenreport 2013" des Wissenschaftszentrums für Sozialforschung" festgestellt: Arme Menschen in Deutschland haben eine kürzere Lebenserwartung, 

Foto: Peter Maurer / edition-zeitlupe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Werkstatt Recherche  (Oktober 2013)

Lobbyismus:
Selbsternannte Unschuldslämmer

Einst war Günter Verheugen ein mächtiger Mann. Zuerst FDP-Bundestagsabgeordneter, dann zur SPD gewechselt und danach von 1999 bis 2010 EU-Kommissar, zuletzt zuständig für Industrie- und Unternehmenspolitik. Im Ruhestand lässt sich soviel Wissen vergolden. Als Berater für die Royal Bank of Scotland (rechts der Ausriss einer Erlaubnisanfrage an die EU-Ethikkommission) oder gleich mit einer eigenen Firma namens "European Experience Company", das anderen Unternehmen expressis verbis "Hintergrundanalysen und Strategieempfehlungen in europapolitischen und anderen politischen Angelegenheiten" verkauft. Der Verdacht, da gehe es um Lobbyismus, ist nach Studium einiger vertraulicher Unterlagen zu Günter Verheugen, deren Veröffentlichung die Lobby-Transparenzgruppe "Alter-EU" durchgesetzt hat, nicht weit hergeholt. Die EU-Ethikkommission, in der wiederum ein Rechtsanwalt mit Lobbyhintergrund sitzt, stellte Verheugen einen Persilschein aus, weil der versichert hatte, seine neuen Jobs würden "keine Lobbytätigkeit" beinhalten. Ein gut belegbares Beispiel von vielen. Auch ein Anlaß für edition-zeitlupe, das Thema Lobbyismus in einer Werkstatt-Recherche mit jungen Journalistik-StudentInnen der Universität Eichstätt unter die Lupe zu nehmen. >>>

 

 

 

 

Internationales Rotes Kreuz (Oktober 2013):

18 Millionen Europäer auf Lebensmittel-Hilfe angewiesen

Das Internationale Rote Kreuz veröffentlicht alarmierende Zahlen in einer europaweiten Armutsstudie: 18 Millionen Menschen in Süd- und Ost-Europa sind auf Nahrungsmittelhilfen angewiesen. 43 Millionen haben der Studie zufolge "jeden Tag nicht genug zu essen". Von knapp einer halben Milliarde Einwohner der Europäischen Union sind 120 Millionen Menschen (fast ein Viertel) von Armut bedroht. Die IFRC-Studie der Internationalen Förderation der Rot Kreuz- und Halbmond-Gesellschaften betont: "Während wir hoffen, dass die Finanzkrise bald endet, hat sie für viele erst begonnen". >>>

 

Das Armuts- und Hunger-Risiko in Süd- und Ost-Europa ist dramatisch gestiegen, sagt eine internationale Studie. In Budapest (Foto) werden Obdachlose und Bettler vom rechtsgerichteten ungarischen Regime mittlerweile aus der Stadt vertrieben.   
                                                                                Foto: Meinrad Heck / edition-zeitlupe

 

 

  

 

 

Der Meeresspiegel wird durch den von Menschen verursachten Klimawandel schneller steigen, als

erwartet, sagt der Weltklimarat IPCC der Vereinten Nationen  in seinem neuesten Weltklimabericht

vom September 2013. Ein Forscherteam des "Internationalen Programms zum Zustand der Ozean" sieht unabhängig davon bereits jetzt "Todeszonen" ohne maritimes Leben.                             
                                                                                           Foto: Peter Maurer / edition-zeitlupe

 

Ozeane und Weltklimabericht (Sept 2013)

Der Erde steht

das Wasser

bis zum Hals

Zwischen 26 und 84 Zentimeter könnte der Meeresspiegel bis 2100 steigen. Der neue Weltklimabericht des Weltklimarates IPCC (Zusammenfassung in deutsch und die englsche Version "für politische Entscheidungsträger") zeichnet ein düsteres Szenario: Die Vorhersagen werden immer genauer, die Ozeane versauern. das Wasser steigt, extreme Unwetter häufen sich. Zusätzlich beschreibt ein Forscherteam des "Internationalen Programms zum Zustand der Ozeane" (IPSO) bereits jetzt "Todeszonen" ohne maritimes Leben in küstennahen Gewässern, wie im Kattegat zwischen Dänemark und Schweden oder dem Schwarzen Meer.  Der Erde steht das Wasser bis zum Hals. Und in Deutschland wird überlegt, die Küstendeiche (siehe spiegel online) für Hunderte von Millionen Euro zu verstärken. Zum Weltklimabericht und zur IPSO-Studie.

 

 

  Ausriss aus dem Global Wealth Report 2013 der Allianz: Ein schneller Blick und es wird 

  klar: Afrika hat keine Bedeutung. Zur vollständigen Studie >>>

 

 

 

 

Dokumentation (September 2013)

111.000.000.000.000 €:

Reiche Welt und ein

vergessener Kontinent

 

Afrika spielt keine Rolle. Im "Global Wealth Report 2013" der Allianz AG über die Vermögensverhältnisse in der globalisierten Welt taucht der Kontinent nicht auf. Nur ein paar wohlhabende Südafrikaner spielen eine eher untergeordnete Rolle. Dafür gibt es Daten über den Reichtum in Westeuropa, den USA und asiatischen Schwellenländern. Das billige Geld der Notenbanken hat zu einem Börsenboom geführt. Es wird nicht mehr investiert, sondern spekuliert. Oder, wie es die Allianz-Strategen formulieren, es gehe um "sichere Anlagen" für einen "nachhaltigen Vermögensaufbau". Die vergleichsweise wenigen Reichen weltweit sitzen 2012 der Studie zufolge auf einem Berg von sage und schreibe 111 Billionen Euro, acht Prozent mehr als im Vorjahr. "Alle Regionen", sagt die Allianz, hätten dazu beigetragen - kein Wort über Afrika. Weiterlesen >>>

 

 

 

 

 

 

 

 

August 2013

Cross Border Recherche

Investigative Journalisten sind dann erfolgreich, wenn sie nicht gegen-, sondern miteinander arbeiten. am besten über alle Grenzen hinweg. Wie das funktionieren kann, sieht man an der Geschichte über einen korrupten ägyptischen Geschäftsmann mit alten Seilschaften nach Deutschland, der nach dem Sturz von Ex-Präsident Mubarak mit Sack und Pack aus dem Land am Nil floh, später in Spanien verhaftet und unter Hausarrest gestellt wurde. Nach der blutigen Gewalteskalation in Ägypten vom Juli und August 2013 hat das Militär wieder das Sagen. Der gestürzte Ex-Diktator Mubarak ist wieder aus dem Gefängnis entlassen worden. Kommt die alte korrupte Elite zurück? (>>>)

edition-zeitlupe.com (und andere) vermitteln derlei Recherche-Techniken immer wieder bei Vorträgen oder in der Werkstatt Recherche mit jungen NachwuchskollegInnen. Jetzt gibt es in unserem Passwort-geschützten Bereich einen ständig aktualisierten Service für Recherche-JournalistInnen und solche, die es werden wollen. (Passwort hier erfragen) Denn ohne Recherche weißt der (journalistische) Wachhund nicht mehr, worüber er wachen soll. Deshalb ist sie in der Medienlandschaft einer funktionierenden Demokratie Pflicht, und nicht nur die Kür.

 

 

 


 

 

 

 

  

 Nelson Mandela 1918 - 2013                        Archivfoto: Meinrad Heck / edition-zeitlupe

 

 

 

 

 Juli 2013, aktualisiert 5. Dez. 2013

Nelson Mandela

Juli 2013: Hoffen und Bangen in Südafrika. Der Vater der Nation, Nelson Mandela, Mythos und Legende, wurde 95 Jahre alt. Schwerkrank in einem Hospital in Pretoria, künstlich beatmet von Maschinen.

Am 5. Dezember 2013, kurz vor Mitternacht, schickten die Nachrichtenagenturen eine Eilmeldung um den Globus. "Nelson Mandela ist tot". Er starb im Kreis seiner Familie an den Folgen einer Lungenentzündung. 100 Staatschefs erinnerten erinnerten bei der Trauerfeier in Johannesburg an das Vermächtnis des Mannes, der 27 Jahre im Gefängnis saß, und als Präsident keine Rache an seinen weißen Unterdrückern nahm, sondern die Verzeihung vorlebte.>>>

 

 

 

Photo-Reportage (Juni 2013):

Celebration

of Faith

Die Omar Ibn Al-Khattab-Moschee in Berlin-Kreuzberg ist ein prächtiges Bauwerk für Hunderte von muslimischen Gäubigen. Eine visuelle Reise zu einem Fest des Glaubens.>>>

 

 

 

 Omar Ibn Al-Khattab-Moschee in Berlin-Kreuzberg.  Foto: Peter Maurer / edition-zeitlupe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Dokumentation Juni / Juli / August 2013

Schwarz-Gelb verhindert Gesetz

gegen Korruption im Parlament

In der Regierungskoalition herrscht bei Thema Korruption und einem schärferen Gesetzentwurf der Opposition gegen Abgeordnetenbestechung Chaos. CDU, CSU und FDP im Bundestag sind einstimmig gegen ein schärferes Gesetz, CSU-Parteichef Seehofer dafür.  Der Hintergrund: Wer in Deutschland einen Abgeordneten besticht und dessen Stimme kauft, wird wegen Korrption bestraft. Soweit so gut. Wenn ein Parlamentarier jedoch Geld annimmt, um ein Gesetzesvorhaben im Sinne seines Geldgebers auf den Weg zu bringen, bleibt er straffrei.  Seit Jahren fordert die EU-Staatengruppe gegen Korruption (GRECO) von der Bundesregierung ein schärferes Gesetz gegen Abgeordnetenbestechung. Im Oktober 2012 ermahnte GRECO Deutschland, seine "erheblichen Rechtslücken" beim Tatbestand der Abgeordnetenbestechung zu schließen und stellte wiederholt fest, dass die Bundesregierung "keine konkreten Fortschritte" macht. Eine entsprechende UN-Konvention wurde weltweit von 165 Staaten ratifiziert. Zu den Staaten, welche die Konvention noch nicht etabliert haben gehören Nordkorea, Syrien - und Deutschland. Aber auch bei Journalisten und im Gesundheitswesen gibt es möglicherweise ein Korruptionsproblem. Weiterlesen >>>

 

 

Zwei Präsidenten: Barack Obama und Joachim Gauck in Berlin.                                                                          Foto: Peter Maurer / edition-zeitlupe

 

 

 

Vom britischen Guardian enthüllt: Der geheime US-Gerichtsbeschluss, der Telefongesellschaften verpflichtet, dem US-Geheimdienst Zugriff auf Verbindungsdaten für sein PRISM-Spähprogramm zu ermöglichen. Zum Originaldokument >>>                         Quelle: The Guardian

 

18./19. Juni 2013

Na Pri(s)ma!

Obama in Berlin

Wer und was ist dieser Präsident? Natürlich ein großer Freund der Deutschen. Vielleicht auch deren großer Bruder, jener sprichwörtliche Big Brother, über den sich eben nicht alle nur freuen. Der geheimste seiner Geheimdienste, die National Security Agency (NSA) hat wegen ständiger Terrorbedrohung mit dem PRISM-Programm das Internet in einem bislang nicht gekannten Umfang ausgeschnüffelt, wie unlängst der britische Guardian enthüllte. Er hat ungezählte Email-Accounts und Telefonverbindungdaten auf geheim-richterliche Anordnung (Ausriss links) abgegriffen und gespeichert - darunter auch die unzähliger deutsche Nutzer in unbekanntem Ausmaß. Kanzlerin Angela Merkel sprach ihren Gast Barack Obama darauf an. Wie deutlich sie in diesem Gespräch geworden ist, bleibt im Dunkeln. Öffentlich wählten Obama und Merkel die gleichen Worte. Die Aktion habe "Leben gerettet", jedoch müsse man eine "ausgewogene Balance" finden.

Überwachung hat Tradition - auch in Deutschland. Deutsche Firmen waren und sind sich nicht zu schade, weltweit auch an autoritäre Staaten Überwachungssoftware zu liefern, damit Geld zu verdienen  und sie ausdrücklich für den Gebrauch - so wörtlich - "gegen politische Oppositionelle" anzupreisen. 

In den Vereinigten Staaten, so sagt es eine am 10. Juni 2013 veröffentlichte Studie des Pew Research Centers Washington, hielten 56 Prozent der Bevölkerung die von der NSA veranlassten geheimen Gerichtsurteile für den massenhaften Datenzugriff ausdrücklich "für akzeptabel". Die Schnüffeldebatte hat erst richtig begonnen.

 

Dokumentation, April/Mai 2013:

Schnell

Kohle machen

Greenpeace hat 45 deutsche PolitikerInnen und deren Nähe zur Kohlewirtschaft unter die Lupe genommen. Herausgekommen ist ein "Schwarzbuch Kohlepolitik", in dem sich vor allem Damen und Herren der Sozial- und Christdemokraten, aber auch manche aus den Reihen der Grünen oder der Linken wiederfinden. Eine Studie über den Filz und seine Doppelspieler, Überzeugungstäter oder Seitenwechsler. Damit nicht genug. In Deutschland sind 17 neue Kohlekraftwerke in Bau oder in Planung. Über diese dramatischen Folgen hat Greenpeace eine weitere Studie veröffentlicht: "Tod aus dem Schlot". Die Energiewende gelinge aber nur "ohne klima- und gesundheitsschädliche Kraftwerke", kritisiert Oliver Krischer, der Sprecher für Energiewirtschaft der Bündnisgrünen in Berlin.

 

 

 

 

 EnBW-Kohlekraftwerk in Karlsruhe.        Foto: Meinrad Heck

 

 

Die Weltbank warnt vor Klima- und Dürrekatastrophen ungeahnten Ausmasses.     Foto: Meinrad Heck

 Dokumentation Juni 2013

World Bank warnt

vor Katastrophe

Jim Yong Kim steht nicht im Verdacht, ein Wachstumsfeind zu sein. Umso dramatischer wirkt der Appell des Weltbankpräsidenten nach Vorlage einer neuen Studie des Institus für Klimaforschung in Potsdam zu den katastrophalen Folgen des Klimawandel. Südlich der Sahara etwa würden im Jahr 2050 durch die fortschreitende Dürre zwischen 25 und 90% mehr Menschen unterernährt sein, als heute, erklärte er in London. "Schmerzhaft spürbar wird der Klimawandel zuerst in den verwundbaren Regionen", warnte der Hauptautor der Studie, Joachim Schellnhuber, vom Potsdamer Institut. Hier geht´s zur dem Weltbank-Dossier (englisch) >>>

   

 

Mai 2013:

Deals mit China

Deutschland und China wollen ihr Handelsvolumen von aktuell 144 Milliarden in 2012 bis 2015 auf 200 Milliarden Euro steigern, vereinbarten  Bundeskanzlerin Angela Merkel und der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang bei dessen Antrittsbesuch Ende Mai in Berlin.  Dazu wurden milliardenschwere Verträge unterzeichnet. Die singulären Interessen der deutschen Solarbranche, die wegen chinesischer Dumpingpreise auf Strafzölle gegen China gehofft hatte, sind kein Thema mehr. Aus dem offiziellen Kommunique geht hervor, dass die Menschenrechtsfrage im Dialog diskutiert werden soll, um - so wörtlich - "voneinander zu lernen". Zeitgleich in Brüssel waren die Nachrichten zu China im EU-Parlament weniger positiv. >>>

Chinas Ministerpräsident Li Keqiang im vertrauten Gespräch mit Bundeskanzlerin Merkel.                                                                                                         Foto: Peter Maurer 

 


 

 

 

Zum NSU-Prozess, Mai 2013:

Rechts-Beistand

Im Vorfeld des Prozesses um die rechte Terrorzelle NSU und die ihr zur Last gelegten Morde, fragten namhafte Medien auch nach der Rolle von Verteidigern der angeklagten Beate Zschäpe und ihrer Mitangeklagten. Die ARD hatte unter den zahllosen Verteidiger/Innen eine "Szeneanwältin" ausgemacht. Raf Wohlleben, ehemals NPD-Vorsitzender in Jena, wird von seiner damaligen NPD-Stellvertreterin Nicole Schneiders (geb. Schäfer) verteidigt (Links die von edition-zeitlupe recherchierten Mitgliedsbeiträge auf einem NPD-Kontoauszug). Die Hintergrundgeschichte "Von Rechts wegen" in unserem Dossier. >>>

 

 

 

 

 

 

 

Die Gier von Investoren (Mai 2013):

Schamlose Spekulation mit
Nahrungsmitteln

Zur Nahrungsmittelspekulation deutscher Banken und Investoren hat die Organisation Foodwatch umfangreich recherchiert, dabei vertrauliche interne Dokumente erhalten, aus denen hervorgeht, dass etwa die Deutsche Bank und die Allianz intern der Meinung sind, solche "Spekulationen  können für Landwirte und Verbraucher gravierende Folgen haben" (deutsche Übersetzung). Deshalb seien sie "im Prinzip nicht akzeptabel" (englisches Original). Deutsche Bank-Chef Jürgen Fitschen musste im März 2013 dem Entwicklungsausschuss des Bundestages Rede und Antwort stehen, weigerte sich, Detailfragen zu beantworten. Die Bank spekuliert auch weiter mit Nahrungsmitteln. (siehe spiegel-online und eine Pressemittelung der Grünen). Die Hilfsorganisation Oxfam hat in einer neuen Kurzstudie "Hungerroulette" errechnet, dass deutsche Banken 2012 durch die Verwaltung von Nahrungsmittel-Spekulationsfonds 116 Millionen Euro verdienten, darunter Spitzenreiter Allianz mit 62 Millionen Euro. Doch immer mehr steigen auch aus diesem Geschäft aus. Zuletzt die DZ-Bank. Unsere Hintergrundgeschichte "Hunger nach Profit" dazu >>>

  

In Südafrika.                                                                                                      Foto: Peter Maurer / edition-zeitlupe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vertraulicher Allianz-Bericht zur Nahurngsmittelspekulation.  

Quelle: Foodwatch

 

 
 

 

 

 

Literatur I

Fotos für die Pressefreiheit

In einem zerschossenen Hochhaus in Aleppo / Syrien wärmt sich eine Familie in der Eiseskälte am offenen Feuer in den Resten ihres Wohnzimmers. Dort ist der blutige Bürgerkrieg längst angekommen. 94000 Tote hat er bis jetzt gefordert. Ohne unabhängigen Journalismus wüssten wir nur wenig darüber. Über diesen und andere Konflikte berichten FotografInnen und AutorInnen in der aktuellen  Publikation "Fotos für die Pressefreiheit" der weltweit tätigen Hilfsorganisation "Reporter ohne Grenzen" (ROG). Mit einem Kauf unterstützen Sie die Arbeit von ROG. Erhältlich für 14 € hier.

 

 

 

 

 Literatur II

Kapital außer Rand und Band

Früher war er BND-Aufseher im Bundeskanzleramt, danach Abteilungsleiter im Europäischen Amt für Korruptions- und Betrugsbekämpfung (Olaf). Wolfgang Hetzer steht wahrlich nicht im Verdacht, auf der Payrol der Finanzindustrie zu stehen. Deshalb war sein erstes Buch "Finanzmafia" schon eine messerscharfe Analyse des "Tatorts Bank". Jetzt analysiert er den Finanzkrieg und den Angriff auf den sozialen Frieden in Europa. Mehr als lesenswert! >>>

 

 

 

 

 

 

Dokumentation (März 2013):

Die Privilegien

der Atomindustrie

Ein mit Fukushima vergleichbarer GAU eines französischen Atomkraftwerkes würde einer EU-Studie zufolge 430 Billionen (!!) Euro kosten und "nicht mehr zu managen" sein. Tatsächlich ist die Haftung etwa für das Kernkraftwerk Fessenheim südlich von Straßburg auf 91 Millionen Euro begrenzt. Auch wenn Fessenheim 2016 abgeschaltet werden soll, bleiben die Grünen bei ihrer heftigen Kritik. In Deutschland ist die Atomindustrie bei Haftungsrisiken in einer ähnlich komfortablen und "einzigartig privilegierten" Situation, mahnte die Atompoliitische Sprecherin des Bundestagsgrünen Sylvia Kotting-Uhl. Ein von ihrer Fraktion in Auftrag gegebenes Gutachten (zum Originaldokument) kommt zu dem Schluss, dass bei großen Nuklearkatastrphen "nur für einen geringen Bruchteil der Schäden Ersatzansprüche bestehen und durchsetzbar sind". Kotting-Uhl dringt deshalb bei der EU-Kommission auf eine "Verschärfung".

Siehe auch "Fässer ohne Boden" und "Atomsumpf"

 

 

 

Das französische Kernkraftwerk Fessenheim.   

Foto: wikipedia

   

 

Anleger der Windreich AG können wegen der Betrugsermittlungen der Staatsanwaltschaft

nur noch beten.                                                                       Foto: Peter Maurer

 

 

 

Dossier (März 2013):

Windige Anleihen interessieren Staatsanwalt

Mit Politprominenz und flotten Sprüchen  war die Windreich AG 2010 und 2011 an die Börse Stuttgart gegangen und hatte 125 Millionen Euro eingesammelt. Jetzt haben ihre Anleihen fast 75% an Wert verloren. Kritische Stimmen hatten schon vor Jahren (1. und 2.) gewarnt. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Verdachts auf Bilanzmanipulation und Kapitalanlagebetrug. Im Focus auch der frühere baden-württembergische Wirtschaftsminister Walter Döring (FDP), der bis Sommer 2012 stellvertretender Windreich-Vorstand gewesen war und jetzt alle Vorwürfe bestreitet. >>>

 

 

Dokumentation:

"Lächeln" gegen

die Strahlung

Zwei Jahre nach dem Erdbenen und verheerenden Tsunami in Japan vom März 2011 meldet sich ein sich ein kritischer Wissenschaftler zu Wort. Hideyuki Ban war Mitglied in staatlichen Sachverständigen-Gremien und zieht in einem 41-seitigen Dossier, das die Bundestags-Grünen im März 2013 veröffentlicht haben, eine äußert kritische Bilanz. Die Bevölkerung Japans sei "mit Parolen" ruhig gestellt worden. Demnach hieß es, die Strahlung habe "bei lächelnden Menschen keine direkten Auswirkungen". Zur deutschen Übersetzung des Dossiers...

 

 Explodierender Reaktor im Atomkraftwerk Fukushima.     Foto: web

 

 

 Atomwaffentest 1970                                                                          Foto: French Army

 

 

 

 

Dossier:

Die Spur

der Bombe

Warum und woher hat Pakistan die Atombombe? In den USA veröffentlichte Dokumente nähren den Verdacht, dass Deutschland dabei in den 60er Jahren und danach eine unrühmliche Rolle gespielt haben könnte. Die Spur führt nach Baden-Württemberg ins frühere Kernforschungs-zentrum Karlsruhe. >>>

  

 

 

 

Worldpressphoto 2012 (Februar 2013)

Wer die Welt verstehen will,
muss hinschauen

Es ist nur ein Foto und es dauerte den 800. Teil einer Sekunde. Eines von vielen vielen tausend aus denen die Jury der WordPressPhoto-Academy in Amsterdam das Pressefoto des Jahres auswählte. Der schwedische Kollege Paul Hansen hat dieses Bild gemacht.  Die kleine Suhaib Hijazi und ihr Bruder Muhammad starben im Alter von zwei und drei Jahren im November 2012, nachdem eine israelische Bombe ihr Haus in Gaza-Stadt zerstört hatte. Die Trauer der Menschen beim Begräbnis und die Unschuld der Opfer mache dieses Foto "unvergesslich" würdigte die Jury. Die Fotostrecken auf worldpressphoto.org und auf den Webseiten anderer Photojournalisten lohnen einen intensiven Blick. Denn wer die Welt verstehen will, muss auch hinschauen (wollen).

 


                                                    

Pressefoto des jahres 2012: Das Bild des schwedischen Fotoreporters Paul Hansen von einem Begräbnis in Gaza nach dem Einschlag israelischer Bomben im November 2012.                                                                                               Foto: Paul Hansen

 

 Proteste gegen ein "mafiöses Drecksprojekt": Seit Februar 2013 steht Stuttgart 21  wieder in den Schlagzeilen. Foto: Meinrad Heck

Dokumentation

Die Ignoranten

Stuttgart 21 stand nach neuen Enthüllungen der Stuttgarter Zeitung vom Februar 2013 plötzlich auf der Kippe. Vorsichtig überlegte sich der Bund, womöglich aus dem höchst umstrittenen Milliardenprojekt auszusteigen und Schadenersatz zu fordern, bis sich der Aufsichtsrat im März 2013 doch für den Weiterbau entschied. Dabei waren die Kostentricksereien schon unter der ehemals schwarz-gelben Landesregierung in Baden-Württemberg bekannt. >>>

 

 

 

Werkstatt Recherche:

Amtshilfe für Schweizer Kollegen

Journalistische Aufklärung darf nicht an Konkurrenzdenken scheitern. Die von edition zeitlupe recherchierten Dokumente zur Korruption in Ägypten und die Spuren nach Deutschland. halfen jüngst auch investigativen Journalistenkollegen der Schweizer Sonntagszeitung bei ihrer Suche nach verschwundenen Mubarak-Geldern. (siehe 1 und 2)

   
 

Dossier Archiv:

Tatort Bank

Seit Dezember 2012 steht die Deutsche Bank nach einer Razzia im Verdacht dreistellige Millionensummen an Steuern über einen dubiosen Handel mit CO2-Zertifikaten hinterzogen zu haben. Aber schon in den frühen 2000-er Jahren läßt sich nach einem Bericht des US-Kongresses zur Finanzkrise belegen, wie die Banker ticken. "Wir müssen Geld machen, Kundenzufriedenheit ist zweitrangig" (siehe Ausriss). Jakob Augstein fordert in spiegel-online, die Deutsche Bank zu zerschlagen. Und schon das Buch eines Korruptionsbekämpfers aus dem Jahr 2011 rechnet mit den Bankern ab. >>>

 

 

  

 

zeitlupe?

Recherche ist

Mangelware

Warum dieses neue Journalismus-Portal? Nicht etwa, weil es in der deutschen Medienlandschaft an exzellenten Schreibern mangelt, die glänzend formulieren, was sie denken. Es gibt aber einen eklatanten Mangel an AutorInnen, die publizieren können, was sie wirklich wissen, und nicht nur, was sie denken. Der Journalismus in Deutschland hat - von wenigen Ausnahmen abgesehen - ein Recherche-Defizit. Immer mehr Profis arbeiten daran, das  zu ändern. Ohne auf Quoten zu achten und mit weltweiten Netzwerken. Auch dieses Projekt hat sich vorgenommen,  sich die Zeit zu nehmen, Themen von gesellschaftlicher Relevanz wieder unter der Lupe zu betrachten und zu dokumentieren - in Wort und Bild >>>

 

(Screenshot und Link mit freundlicher Genehmigung von Photo V!!)

 

 

Photojournalismus

Suche nach

Sinn im Chaos

Wenn das Unerträgliche erträglich werden soll, hilft nur ein "solide ground", sagt der Photoreporter Ed Kashi. Der US-Amerikaner arbeitet für die photo agency VII, einem Zusammenschluß führender Photojournalisten auf diesem Globus. Kashi wurde neben seinen Dokumentationen von allen Krisenherden der Welt auch berühmt für seine Reportagen aus dem Niger Delta, wo die Suche und Förderung von Öl von Shell oder Total die Lebensgrundlage der Menschen zerstört. In dem sehr persönlichen Video  versucht Ed Kashi im Chaos seiner Berufung einen Sinn zu finden.
 

 

 

 Straßenszene in Berlin.                                                               Foto: Peter Maurer

 

 

Dokumentation:

Armut "ist

politisch gewollt"
 

Rechtzeitig zum Jahreswechsel geht es Regierung und Nicht-Regierung um den Zustand der Republik. Sie berichten, wie es um die Armut in einem der reichsten Länder auf dem Globus bestellt ist und obwohl sie alle in ein und demselben Land leben, haben sie unterschiedliche Wahrnehmungen. Das Bundesarbeitsministerium hält Privatvermögen in Deutschland für "sehr ungleich verteilt". Dem Wirtschaftsministerium gefiel dieser Satz nicht. Er wurde im offiziellen Bericht gestrichen. Hier gibt es die ungeschönte und geschönte Version und das, was die Nationale Armutkonferenz von Gewerkschaft und Wohlfahrtsverbänden zu sagen hat: "Armut", so heißt es in ihrem Jahresbericht, sei "politisch gewollt". >>>

 

 

 

 

 

Photographie:

Auf dem Boden

der Tatsachen

Eine Photoreportage aus der Hauptstadt. Berlin bleibt auf dem Boden und irgendwie natürlich auch  nicht, findet das Objektiv unseres Hauptstadt-Kollegen Peter Maurer.

 

Auf dem Boden der Tatsachen, Berlin 2012.                                     Foto: Peter Maurer

 

 

Dokumentation:

Milliarden für

vermeintliche Atom-Sicherheit

Der Stresstest für europäische Kernkraftwerke listet über 250 Mängel an mehr als 130 noch laufenden Atommeilern in Europa auf. Vor allem die französischen Reaktoren erhalten ein vernichtendes Zeugnis. Auf fast 25 Milliarden Euro beziffern die EU-Experten den Nachrüstbedarf. Aber auch das, sagen Kritiker, hilft nicht viel. EU-Energiekommissar Günter Oettinger führe "in die Irre", wenn er von einam "allgemein hohen Sicherheitsniveau" spreche, erklärte die atompolitische Sprecherin der Bündnisgrünen im Bundestag, Sylvia Kotting-Uhl. Hier gibt es das vollständige EU-Dokument (englisch) zum download.


 

 

 

 

 Foto: Meinrad Heck

 

Die Reportage

No-go-areas:

Das Auge des Volkes

 Keiner von uns schaut hin: Sie fotografieren das Leben in südafrikanischen Townships um Kapstadt. Ein Leben, das kaum ein Außenstehender kennt, weil sich niemand in diese No-go-Areas wagt. Für 15 junge Fotografinnen und Fotografen ist das kein Wagnis. Sie leben dort. Die Township-Reporter nennen sich "Iliso Labantu". Sie sind "das Auge des Volkes". >>>

 

 

 

Fotobuch "Südafrika":

Wir weinen nicht,

wir singen

Wir hatten uns vorgenommen, dorthin zu schauen, wo kaum einer hinschaut. Ein Bildband über Südafrika ausnahmsweise mal ohne Safaris und Sonnenuntergänge, so sehr sie auch uns selbst faszinieren. Also gingen wir auf eine Entdeckungsreise von Mensch zu Mensch. Dieses Buch erzählt von dem positiven Geist derer, die selbst mit Tränen in den Augen nicht weinen, sondern singen. Der Verkauf des Bildbandes finanziert die Recherche-Arbeit von edition-zeitlupe.

 

 Foto: Meinrad Heck

 

 

 

 

 

 

 

Die Galerien

Photographie

in zeitlupe

Wenn zeitlupe-Journalisten Fotos schießen, ist die Kamera ist kein Gewehr, sondern ein Bleistift. Für die Skizzen, zum Schreiben, vielleicht auch zum Malen. Photoreporter brauchen sich keinen Respekt zu verschaffen - wenn sie Respekt haben. 

 

Empfehlung:

Web-Lupe

 

 

 

 

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